LIT:potsdam - Auftaktveranstaltung

14. Mai. 2019 - 19:00 Uhr bis 20:30 Uhr

DIE MAGIE DER MACHT
María Cecilia Barbetta und Nino Haratischwili mit Lesungen und Gespräch

Moderation: Gesa Ufer

Zwei der bedeutendsten deutschsprachigen Autorinnen der Gegenwart, die sich die Sprache, in der sie sich künstlerisch ausdrücken, aneigneten. Die eine bewusst und absichtlich, die andere eher zufällig, beide freiwillig. Keine „typischen“ Migrantenschicksale, doch stellen sie uns in ihren Werken ferne, fremde Welten vor.
Mit den beiden spricht Gesa Ufer über Prägung durch Herkunft, das Pendeln zwischen Kulturen und das Erzählen von ausgedachten Geschichten.

Maria Cecilia Barbetta, geboren 1973 in Buenos Aires, kam 1996 nach Deutschland. Sie lebt in Berlin und publiziert auf Deutsch. Nino Haratischwili, geboren 1983 in Tiflis, zog 2003 nach Hamburg, wo sie seither lebt und ihre Theaterstücke und Romane auf Deutsch schreibt.

María Cecilia Barbetta erzählt in ihrem Roman „Nachtleuchten“ vom Leben der einfachen Leute in einem Vorort von Buenos Aires, bedroht von der Militärjunta und paramilitärischen Terrororganisation. Sie schreibt mit feiner Poesie und starker Bildhaftigkeit gegen die Kultur des Schweigens, der Angst und des Autoritarismus an.

Nino Haratischwili siedelt ihren Roman „Die Katze und der General“ in Moskau, an der Schnittstelle zwischen Asien und Europa, im Nordkaukasus (Tschetschenien) und Berlin an. Mit großer Spannungsdichte berichtet auch sie vom Bürgerkrieg, stellt allerdings die Täter in den Mittelpunkt, die Frage nach Schuld und Sühne und der (Un)Möglichkeit der Erlösung.

Gemeinsam ist beiden Autorinnen, dass sie zeigen, wie sehr sich die Menschen nach einem Leben in Frieden sehnen.

Karten 15 €, ermäßigt 12 €. Erhältlich über den Ticketshop von LIT:potsdam: www.litpotsdam.de

Ort: SLB im Bildungsforum, EG, Veranstaltungssaal

Plätze: 
90
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