3 Fragen an ...

3 Fragen an Karsten Fietzke, Lektor der Musikbibliothek

• Was ist gerade Deine Aufgabe in der Bibliothek?

Entgegen den „VorCoronaZeiten“, in denen ich in meinem Büro arbeitete und auf die Baustelle Am Alten Markt schaute, sitze ich nun vor allem im Home Office. Glücklicherweise traf es sich so, dass die Vorbereitungen für die Arbeiten am „Werzlau-Nachlass“ (wir bekamen den Nachlass dieses Komponisten vor drei Jahren), endlich abgeschlossen waren und ich mich der Aufnahme der einzelnen Werke widmen konnte. Dazu gehören u. a. auch Autographen, das heißt eigenhändige Niederschriften, und es ist schon sehr interessant und manchmal auch reine Detektivarbeit, hier die richtigen Zuordnungen zu finden.

• Was vermisst Du aktuell am meisten?
Da ich neben meinem Beruf in der Bibliothek auch Musiker in einer Band (MamaGeorge) und in einem Liedermacherprojekt (Fingerzeig) bin, ist es natürlich schlimm, keine Proben zu haben (die meist sehr amüsant sind) und auch diverse Gigs wegbrechen zu sehen. Dann bin ich vor zwei Wochen zum vierten Mal Opa geworden und es ist schon traurig, das kleine Würmchen nur mit Abstand zu betrachten. Irgendeine Form von Fest muss stattfinden, wenn die ganzen Abstandsmaßnahmen beendet werden.

• Was liest, hörst oder guckst Du zurzeit?
Solche Zeiten eignen sich ja auch ein wenig in der Vergangenheit zu stöbern und da bin ich auf einen Roman aus den 70ern des letzten Jahrhunderts gestoßen: „Erdachter Report über ein amerikanisches Pop-Festival“ von dem Ungarn Tibor Dery. Spielte in meiner Jugend eine große Rolle, zumal dieser Roman von einer sehr bekannten ungarischen Rockband namens „LGT“ zu einem Musical umgesetzt wurde und ich diese alten Platten noch besitze. Was das Gucken anbelangt, habe ich mich von dem Serien-Hype anstecken lassen und schaue mit viel Vergnügen die französische Serie „Profilage“.

QR-Code - URL